GeoShop Skalierungsoption

Die Dokumentation darf nur mit Erlaubnis der infoGrips GmbH vervielfältigt werden.

03.05.2018

Zusammenfassung

Diese Dokumentation beschreibt die Skalierung des GeoShop auf mehere verteilte Rechner und Prozessoren.


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Aufbau dieser Dokumentation
1.2. Konventionen
1.3. Weitere Dokumentationen
2. Namenkonventionen
3. GeoShop Datenbank
4. Konfiguration Hardware/Netzwerk
4.1. Hardware ICS Server-Rechner
4.2. Netzwerkverbindung einfach
4.3. Netzwerkverbindung optimiert
5. Installation ICS Server Software
5.1. Konfiguration GeoShop Server-Rechner
5.2. Installation und Konfiguration ICS Server-Rechner
6. Deinstallation ICS Server Software
6.1. Deinstallation ICS Server-Rechner

1. Einleitung

Je nach Bedarf lässt sich eine GeoShop Installation skalieren, um eine erhöhte Performance zu erreichen. Der Bedarf liegt vor, wenn in einer GeoShop Installation über einen gewissen Zeitraum die Anzahl der zu verarbeitenden Jobs (Upload, Download, Bildgenerierung) grösser ist oder sogar immer grösser wird , als die Anzahl der Jobs die der GeoShop verarbeiten kann. Der Bedarf kann auch vorliegen, wenn der GeoShop zur Erledingung eines Jobs lange braucht, weil die Anzahl der gleichzeitig eingehenden und zu verarbeitenden Jobs gross ist. Das Prinzip der Skalierung entspricht einem Supermarkt mit Kassen. Bildet sich an einer Kasse eine Schlange von Kunden, die immer länger wird, so ist die Kasse überlastet. Weitere Kassen müssen eröffnet werden, um die Kunden in vernünftiger Zeit zu bedienen.

Die Skalierung des GeoShop lässt sich wie folgt charakterisieren

  • Das Prinzip der Skalierung ist in der Informatik unter dem Begriff Load Balancing bekannt.

  • Die Skalierung entspricht der Einbindung weiterer Rechner (Prozessoren bzw. Prozessorcores) für die Verarbeitung von Jobs.

  • Die Skalierung kann jederzeit erweitert (oder reduziert) werden.

  • Die Aufgaben der zusätzlichen Rechner kann konfiguriert werden (welche Jobs verarbeitet werden, zulässige Filegrössen, etc.) .

Schematisch sieht die Skalierung wie folgt aus:

Abbildung 1. Übersicht einer skalierten GeoShop-Installation

Übersicht einer skalierten GeoShop-Installation
  • Der GeoShop ist der Hauptprozess, der die Jobs verwaltet und die ICS Server mit der Verarbeitung der Jobs beauftragt.

  • Die ICS Server sind die Prozesse, die die Jobs verarbeiten.

  • Für die Skalierung sind die Prozessoren (bzw. Prozessorcores bei Multicore-Systemen) der Rechner massgebend. Pro Prozessor sollte höchstens ein Prozess (GeoShop oder ICS Server) installiert sein. (Die Installation von mehreren Server Prozessen pro Prozessor bringt keine Performance Verbesserung).

  • Es können Rechner mit einem oder mehreren Prozessoren eingesetzt werden. In obigen Beispiel ist der obere Rechner mit dem GeoShop und dem ICS Server ein Dualprozessor-Rechner. Die unteren Rechner mit je einem ICS Server sind Singleprozessor-Rechner. Ein Rechner für die ICS Server kann aber auch ein Dualprozessor-Rechner sein. Auf einem solchen Rechner kann in diesem Fall der ICS Server zwei Jobs geleichzeitig verarbeiten.

  • Die Rechner sind über das Netzwerk miteinander verbunden. Die TCP/IP Verbindung zwischen dem Rechner mit dem GeoShop und einem Rechner mit einem ICS Server muss gewährleistet sein, da sonst der ICS Server nicht genutzt werden kann.

  • Die ICS Server melden sich automatisch beim GeoShop an oder ab. Falls zum Beispiel ein Rechner 1 mit einem ICS Server nicht mehr verfügbar ist (z.B. wegen Wartungsarbeiten) können Upload’s oder Download’s trotzdem von ICS Server auf anderen Rechner durchgeführt werden. Sobald der Rechner 1 wieder verfügbar ist, berücksichtigt der GeoShop den ICS Server auf dem Rechner 1 wieder für die Ausführung von Jobs.

  • Falls kein ICS Server gestartet ist, werden von GeoShop keine Jobs ausgeführt. Jobs werden trotzdem jederzeit vom GeoShop angenommen. Sie werden jedoch erst ausgeführt, wenn der erste ICS Server wieder verfügbar ist.

  • Die ICS Server müssen auf das Filesystem des GeoShop-Rechners zugreifen können, damit ein ICS Server die Jobs ausführen kann (normalerweise über NTFS). Hier muss noch eine Spezialität des Windows Betriebssystems beachtet werden: Für einen normalen Windows Service ist es nicht möglich auf Dateien im Netzwerk zuzugreifen, da die entsprechenden Netzwerktreiber von Windows für normale Services nicht geladen werden. Der Service muss daher unter einem Windows Benutzer laufen, welcher Zugriff auf die benötigten Netzwerkresourcen hat.

1.1. Aufbau dieser Dokumentation

Diese Dokumentation enthält:

  • In Kapitel 1 ist eine Einleitung zur GeoShop Skalierung enthalten.

  • In Kapitel 2 werden Namenkonventionen beschrieben, die in diesem Dokument verwendet werden.

  • In Kapitel 3 werden die Voraussetzungen an die GeoShop-Datenbank in einer skalierten GeoShop-Umgebung beschrieben.

  • In Kapitel 4 werden mögliche Hardware/Netzwerk-Konfigurationen in einer skalierten GeoShop-Umgebung beschreiben.

  • In Kapitel 5 wird die Installation und Konfiguration der ICS Server-Software beschreiben.

  • In Kapitel 6 wird die Deinstallation der ICS Server-Software beschrieben.

1.2. Konventionen

In dieser Dokumentation werden folgende Konventionen eingehalten:

Kursiv

Namen von Dateien, wichtige Anmerkungen.

fett

neue Begriffe, Namen von Funktionen oder Methoden.
courier
Programmtext oder Eingaben im Betriebssystem.

1.3. Weitere Dokumentationen

Diese Dokumentation wird durch folgende Dokumente ergänzt:

  • GeoShop Benutzerhandbuch. Beschreibt den GeoShop Server.

  • GeoShop Konfiguration. Beschreibt die Konfiguration des GeoShop Server.